Simon Sagt

auto(r)didakt
Nov 07
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Die Hymne des Machens für (hinter) Hornbach

Die alte Prostituierte,
der gierige Zuhälter,
mach es zu deinem Projekt.

Die tiefen Schluchten,
die hohen Berge,
das Rein und Raus,
das Auf und Ab,
der Akt,
der versaute Akt,
die Brust,
die Lust,
mach es zu deinem Projekt.

Der Dildo,
der vibrierende Dildo,
der Umschnalldildo,
das Präservativ,
das gerissene Präservativ,
das Chaos,
mach es zu deinem Projekt.

Wie man müsste,
wo man sollte,
wie oft man kann,
Monogamie,
Polygamie,
Pornographie,
mach es zu deinem Projekt.

Das Hündchen
der Missionar,
der Reiter,
der Gerittene,
der Sexismus,
der Fetischismus,
der Sadomasochismus,
mach es zu Deinem Projekt.

Oben,
Unten,
Hinten,
Vorne,
mach es zu Deinem Projekt.

Jun 09
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Feb 16
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Wieder was fürs Leben gelernt…

Heute durfte ich meinem ersten PPM (Pre Production Meeting = Letztes Meeting vor dem Dreh, bei dem alle wichtigen Eckdaten des Spots noch einmal besprochen werden) beiwohnen. Und was soll ich euch sagen? - Die Stimmung war gut, die Leute waren nett und gelernt habe ich natürlich auch wieder was. Aber nicht nur Neues bezüglich des Berufes des FFF-Producers, sondern gleich dazu noch zwei Dinge fürs Lebens. Dazu vorab ein paar Informationen bezüglich des Inhaltes des PPMs.

Gedreht wird in absehbarer Zeit ein Werbespot, bei dem ein Auto nur knapp einem Unfall entgeht, in dem es nur kurz vor dem Hindernis zum stehen kommt. Dazu bedarf es einer Einstellung, in der sich die Kamera im Auto befindet und somit auf das Hindernis zu fährt. Nun könnte man das ganze bei langsamer Fahrt drehen und dann in der Post schneller ablaufen lassen. Nicht so bei unserem Spot, denn hier fahren wir mit maximaler Geschwindigkeit. Nun wird natürlich so geschnitten, dass der Stuntman viel früher bremst und zum stehen kommt, als es im Spot später zu sehen ist. Aber es besteht immerhin noch ein gewisses Risiko, denke man nur an die eisigen Temperaturen.

Nun kam also im Meeting, von Seiten der Agentur, die Frage auf, ob es denn ein Ersatzauto gäbe. Ansonsten müsste man den Dreh eventuell abbrechen, sollte das Spielauto (im besten Falle) ein paar Kratzer abkriegen. Diese Frage wurde von Seiten der Produktionsfirma, wie kann es anders sein, mit “Nein!” beantwortet.

Nun kann sich jeder denken, dass leichte Panik auf Seiten der Agentur aufkam und gefragt wurde, was denn wäre wenn etwas passieren sollte. Daraufhin der Producer der Produktionsfirma: “Es wird nichts passieren!” - “Aber wenn doch?” - “Ganz einfach, es wird nichts passieren! Punkt!”

Damit war das Thema vom Tisch. Nun kann man den Mann für verbohrt halten, für über optimistisch oder gar verrückt. Aber im Grund genommen ist er nur realistisch und ruhig geblieben, denn an der Situation selber kann man nichts mehr ändern.

Die Diskussion hat mich an diverse Diskussionen erinnert, welche ich mit dem Regisseur (und auch anderen Leuten, aber Hauptsächlich mit dem Regisseur) meines Vor- und Diplomfilmes während der Vorbereitung eben dieser geführt habe.

Was machen wir wenn es regnet? - Wird es nicht!

Was machen wir wenn wir uns bei dem Kampf verletzten? - Werden wir nicht!

Was machen wir wenn wir die geplanten Einstellungen nicht schaffen? - Werden wir!

Und so weiter und so fort. Manchmal hat er die “coole” Antwort gegeben und manchmal ich. Mit anderen Worten, wir haben uns gegenseitig Hoffnung gemacht und beruhigt. Was lernen wir also daraus? Ob teurer Werbespot oder preiswerter Studentendreh, es tauchen immer wieder die selben Probleme auf oder:

Wir kochen alle nur mit Wasser!

Nun noch kurz das Zweite was ich heute gelernt habe. Als wir kurz auf einen unserer Agenturchefs zu sprechen kamen, erwähnte der Producer der Produktionsfirma, dass er vor über einem Jahrzehnt, als er noch selber Praktikant war, Videobänder mit den Dailies zu besagtem Agenturchef liefern musste. Mit anderen Worten: Die Welt ist klein, ich stehe als Praktikant gar nicht mal so schlecht dar und…

…wir alle Fangen mal klein an.

Euer Simon!



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Als McDonald noch einfach gut war.

Wer kennt ihn nicht, den neuen McDonald Spot. Mit den netten Mitarbeitern und ihrem Chef. Fast so nett und harmonisch wie die Schlümpfe.

Die netten Mitarbeiter

Die Idee die da hinter steckt ist simpel. Natürlich in Erscheinung treten, indem die eigenen Mitarbeiter zu Wort kommen. Somit wird dem Zuschauer Nichts durch hübsche Models vorgegaukelt, sondern er bekommt die “ehrliche” Meinung der Betriebsangehörigen zu hören.

So schön das auch sein mag, gefällt mir persönlich diese Art von Werbeform ganz und gar nicht. Meine Chefin ist da anderer Meinung und unterstüzt das mit dem Argument, dass Herr Marcell Davis von 1&1 durch seinen Auftritt, in der aktuellen Kampange, viel positive Resonanz bekommen hat. Aber auch diese Werbung mag ich nicht. Allein schon weil die Mitarbeiter, im Gegensatz zu Schauspielern, so steif da her kommen.

Das mag zwar Oberflächlich klingen, aber ich steh auf die hübschen Models, die schönen Bilder und die angenehme Musik in den Hochglanzwerbespots. Was mir allerdings noch besser gefällt, ist ein Werbespot hinter dem eine super Idee steckt. Mag es ein nachdenklicher Spot sein, ein kluger, ein lustiger oder einfach nur einer mit einem guten Song. Damit meine ich nicht, einen Popsong der unter die Werbung gelegt ist. Sondern einen Song, der nur für die Werbung geschrieben ist. Einen richtigen Song mit Text und keine Dudelmusik oder Erkennunsmelodie. Sowas habe ich schon lange nicht mehr gesehen bzw. gehört und das finde ich sehr schade.

Wie ich darauf komme? Ganz einfach! Nachdem ich den schlechten McDonald Spot gesehen habe, erinnerte ich mich an die guten McDonald Spots aus längst vergangenen Zeiten. Und da gibt es zwei, an den sich wohl alle Personen meiner Generation erinnern und wenn nicht, dann zumindest an den Slogan: “McDonald ist einfach gut!”

Was ich an dem Spot so Besonderes finde? Abgesehen von den schönen Bildern und den passenden Schauspielern: Die Musik. Die Melodie ist ein Ohrwurm und der Text bringt die Werbebotschaft auf den Punkt: “McDonald ist einfach gut!”

Ein kurzer aber prägnanter Satz. Nicht auf Englisch, nein im guten alten Deutsch gehalten. Und jetzt kommt der Clou. Andere Spots laufen Gefahr, dass sich der Zuschauer das Produkt oder das Unternehmen für welches geworben wird nicht behält, sondern sich nur an die Pointe oder die Musik erinnert. Nicht so bei diesem Song, denn dort steckt das Unternehmen im Refrain.

Leute, ihr könnt mir sagen was ihr wollt, aber ich finde es Genial. Klar ist heute eine andere Zeit und bis auf dem Becks-Song hat von damals kaum etwas überlebt. Auch haben wir , vor allem durch die neuen Medien, sehr kreative und innovative Werbeaßnahmen dazugewonnen. Aber ist es denn zu viel verlangt, mal wieder eine richtig gute Fernsehwerbung zu produzieren und das vielleicht sogar mit einem Claim, welcher zum Ohrwurm mutiert.

Ich hoffe doch wir besinnen uns wieder ein Bisschen zurück, auf dass ich bei dieser kleinen Revolution dabei bin.

Und nun nach langer Textfolter, hier die beiden Spots mit dem schönen Song (Die Sängerin des Songs, Robin Beck, nahm kurze Zeit später mit derselben Melodie den Song “Close to You”, diesmal mit romantischem Text, auf.)

Einfach gut!

Genau so gut!

Euer Simon!

PS: Bei meinen “Recherchen” bin ich auch noch auf diesen Spot gestoßen. Auch ein guter Song und vor allem ein nette Pointe.

Im Stau

Feb 02
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Es schneit, es schneit, produziert alle drauf los!!!

Schnee und Eis haben Hamburg fest im Griff und das jetzt schon seit mehreren Wochen. Seit Anfang Januar (Also seit meinem Umzug nach Hamburg) bin ich selbst Zeuge dieses Wetterspektakels. Aber ich mache mir keine Sorgen um vereiste Straßen, ausfallende Heizungen oder eine zusammenbrechende Infrastruktur. Nein, meine Angst ist die vor einem Eventzweiteler zu diesem Thema.

Und da dieser sowieso kommen wird, egal was ich dagegen unternehmen werde, hier eine kleine Hilfestellung für meine lieben Autorenkollegen, welche sklavisch für die staatlichen und privaten Bewegtbildfabriken dieser Nation arbeiten.

Von mir, nur für euch *Trommelwirbel*: Der Master-Plot!!!

- Dieser Plot wird Ihnen präsentiert von: Dummschwätzer -

Hamburg, 02. Februar 2009:

Hamburgs Bürgermeister hat zu einem Kriesengespräch geladen, denn eine Katastrophe bieblischen Ausmaßes bahnt sich an. Nachdem sämtliche Brücken, welche die Elbe überspannen, auf Grund der Einsturzgefahr durch die lang anhaltende Kälte gesperrt sind, verbinden nur noch die beiden Elbtunnel den Nord- und Südteil Hamburgs. Doch diese sind mittlerweile durch die Schneemaßen verschlossen, was somit den Verkehr zwischen den beiden Teilen Hamburgs zum erliegen bringt. Die Kohletransporte, welche die Kohle aus den im Südteil befindlichen Lagern transportieren, können den Nordteil nicht mehr erreichen. Was den Kältetod vieler Bewohner des Nordteiles zur folge haben könnte, da sämtliche Gas- und Elektroleitungen zugefroren sind und die Kohle zum Heizen benötigt wird.

Die Berater des Bürgermeisters sehen nur einen Ausweg: Jemand muss sich einen Weg durch den Tunnel bahnen. Bei ihrer Suche nach einem geeigneten Kandidaten für diese riskante Mission kommt nur einer in Betracht: Daniel “Dan” Wiesenschmidt. Früher mal ein junger aufstrebender Architekt für Tunnelbau, lebt er nun auf einer Emufarm in Australien, nachdem seine Frau bei einem Autounfall in einem Tunnel ums leben kam.

Dan ist der einzige Tunnelexperte auf der Welt, welcher sich als “Hamburger Jung” bestens im Elbtunnel auskennt. Doch er lehnt es zunächst ab, diese Mission auf sich zu nehmen. Zu stark sind die Wunden, welche der Unfall hinterlassen hat. Erst als er erfährt das seine Frau eine verschollene Zwillingsschwester hat, welche im Norden Hamburgs wohnt, willigt er ein.

Per Flugzeug geht es nach Hamburg, wo er seinem Team vorgestellt wird. Bestehend aus: Dem mürrischen pensionierten Bergwachtmeister und Lawinenexperte Karl, den jungen hippen Pistenraupenfahrer Paul und der über-emanzipierten Schneeforscherin Pia. Dan lehnt die Hilfe zunächst ab, er will die Mission alleine durchziehen und sieht die anderen nur als Last an. Doch der Bürgermeister kann Dan durch gutes Zureden vom Gegenteil überzeugen.

Das Team macht sich auf zum (neuen) Elbtunnel. Angekommen am Südeingang erzählt Dan, dass er Schnee nicht ausstehen kann. Bis auf das mehrmalige erwähnen dieses Umstandes, trägt dieser aber nicht weiter zur Geschichte bei.

Der Rest ist schnell erzählt. Die vier Leute kämpfen sich durch den Tunnel, drohen zu scheitern, streiten sich, stehen kurz davor sich gegenseitig umzubringen, raufen sich dann aber wieder zusammen, treffen im Tunnel auf dort eingeschlossene Personen und retten diese vor dem erfrieren/verdursten/verhungern und so weiter und so fort. Schließlich erreichen sie den Nordausgang des Elbtunnels. Vor ihnen türmt sich das letzte große Hindernis auf: Eine 10 Meter dicke Eisschicht (Die Dicke kann Pia feststellen, in dem sie ein paar mal gegen die Eisschicht klopft). Bei dem Versuch diese zu durchbrechen erleidet Karl eine tödliche Wunde und erliegt dieser kurze Zeit später, jedoch nicht ohne vorher für einen kurzen Moment sentimental zu werden und Dan das Versprechen zu entlocken, die Mission erfolgreich zu beenden.

Der über motivierte Dan rüttelt das Team daraufhin auf und gemeinsam mit den zuvor aufgesammelten Eingeschlossenen gelingt ihnen der Durchbruch. Die Leute im Norden feiern die Retter und können endlich wieder heizen. Paul und Pia gestehen sich bei einem Freudenkuss die Liebe, nachdem sie sich zuvor kontinuierlich angefahren haben und Dan trifft auf die Zwillingsschwester seiner verstorbenen Frau. Natürlich ist es Liebe auf den ersten Blick und bei der gemeinsamen Hochzeit bekommt Dan zugleich das Bundesverdienstkreuz verliehen, welches er an Karls Grab niederlegt.

Ja, ich weiß das die Geschichte viel zu viele Logikfehler enthält, so viele das ich keine Lust habe sie alle auf zu listen. Aber seien wir mal ehrlich, das fällt dem Durchschnittszuschauer eh nicht auf.

Und als Service für die Fernsehmacher unserer Nation gibt es oben drauf nun noch den von mir empfohlenen Cast:

Dan - Ralf Möller
Karl - Thomas Fritsch
Paul - Tim Sander
Pia - Hannah Herzsprung
Bürgermeister - Uwe Ochsenknecht
Irgendeine Rolle - Heiner Lauterbach (Der ist ja immer dabei)

Nun fehlt euch Fernsehmachern nur noch die Regie. Die würde ich dann im Zweifelsfall, gegen einen Obolus versteht sich, auch noch übernehmen……wenn es denn unbedingt sein muss.

Viel Spaß beim Dreh und versaut die Quoten nicht,

Simon